Aktuelles

Bienenpflege in der aktuellen Situation
Liebe Imkerkolleginnen und -kollegen,

aufgrund der aktuellen, besonderen Situation zur Ausbreitung von COVID-19 wurden zum Schutz vor der weiteren, ungehinderten Ausbreitung des Virus per Allgemeinverfügung eine Vielzahl an Maßnahmen erlassen.

In besonders betroffenen Regionen kann es zur Anordnung von Quarantäne oder einer Ausgangssperre kommen. Davon könnten auch Imkereien betroffen sein, die zur Versorgung ihrer Völkerbestände mobil sein müssen. Nach aktuellem Informationsstand sind keine wie auch immer gearteten Ausnahmeregelungen für die Imkerei und die Landwirtschaft erforderlich oder geplant, da diese Tätigkeiten systemrelevant sind. Kritisch im Sinne einer weiteren Ausbreitung des Virus sind größere Menschenansammlungen. Diese sollten jetzt möglichst vermieden werden. Wir alle müssen dazu beitragen, dass keine Panik geschürt und gleichzeitig das fachlich Sinnvolle beachtet wird, um eine Ausbreitung zu verlangsamen. Der Deutsche Imkerbund e.V. bittet alle Imkerinnen und Imker, dahingehend ihrer Verantwortung nachzukommen. Als Nutztierhalter sind jede Imkerin und jeder Imker verpflichtet, sich um die Bienen zu kümmern und diese fachgerecht zu versorgen. Sind im Falle amtlich angeordneter Quarantäne eines Imkers/einer Imkerin erforderliche Arbeiten an den Bienenvölkern nicht durchführbar, sollte Unterstützung in imkerlichen Kreisen vorsorglich organisiert werden. Im Falle weiterer einschränkender Maßnahmen möchten wir nach derzeitigem Kenntnisstand folgende Hinweise geben, um die Versorgung der Völker sicherzustellen:
1. Bienenhalter können ihre imkerliche Tätigkeit nachweisen z. B. durch - Meldebescheid Tierseuchenkasse - Meldebescheid H.I.T. (Meldepflicht der Bienenhaltung beim Veterinär-Amt)
2. Aufgrund der Meldepflicht von Bienenvölkern müssten den zuständigen Ordnungsbehörden die Informationen zur Lage der Bienenstände vorliegen.
3. In Ausnahmefällen können Ortsvereine möglicherweise unterstützen und für die betreffenden Imker eine Bestätigung ausstellen, dass die Versorgung ihrer Bienen erforderlich ist.
4. Eine Genehmigung über eine eventuell erforderliche Ausnahmeregelung zur Mobilität kann nicht durch imkerliche Organisationen, sondern nur durch die zuständige Behörde vor Ort, die die Sperre oder Einschränkung verfügt hat, für die betreffenden Imker ausstellen.
5. Wichtige Informationen zur jeweils aktuellen Situation veröffentlichen die zuständigen Länderregierungen oder die zuständigen Behörden vor Ort. Es ist ratsam, sich im Vorfeld auf den Ernstfall vorzubereiten, um eine Versorgung der Bienen bei einem Ausfall des Bienenhalters gewährleisten zu können. Dieses sollte auf Ortsvereinsebene erfolgen. Der zuständige Landesverband kann dabei unterstützend zur Seite stehen. Wir werden uns weiterhin regelmäßig über die aktuelle Situation einen Überblick verschaffen und Sie unverzüglich informieren, wenn sich aufgrund der Lage Änderungen für imkerliche Tätigkeiten ergeben sollten. Torsten Ellmann Präsident Wachtberg, 18.03.2020

Quelle: Deutscher Imkerbund


Infobrief vom 20.März 2020 ■ Institut für Bienenkunde Celle 

Uns erreichen unzählige Anfragen zur Versorgung der Bienenvölker unter den absolut notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der CORONAPandemie. 

Maßgeblich sind die offiziellen Erlasse und Allgemeinverfügungen. 

Ausgangssperren im Rahmen der Corona-Bekämpfung: Bisher gibt es noch keine Regelung in Niedersachsen. Tiere müssen allerdings versorgt werden. Unter den bisherigen Ausgangssperren (z.B. aktuell Freiburg) dürfen Haustiere versorgt werden. So müssen auch Imker die Möglichkeit haben, ihre Bienenvölker zu betreuen. In der Regel sind die Bienenstände bei den meisten Imkerinnen/Imkern direkt am Haus oder entfernt von Siedlungen (Distanz zu anderen Menschen kann gewahrt werden).  Ob Imkerinnen/Imkern eine Ausnahme bei einer Ausgangssperre bekommen, wird sich aus den dann veröffentlichten Erlassen und Allgemeinverfügungen ergeben und/oder muss bei  den zuständigen Behörden (Gesundheitsamt oder Veterinäramt des Landkreises) erfragt werden.  Allerdings werden Ausgangssperren evtl. zur Folge haben, dass geplante Wanderungen von Bienenvölkern in andere Landesteile oder über Bundesländergrenzen hinweg nicht durchgeführt werden können oder ggf. Passierscheine notwendig sind. Auch dies können nur die zuständigen Behörden vor Ort entscheiden. 

 

Häusliche Quarantäne: Imker/Imkerinnen, die unter häuslicher Quarantäne stehen, müssen Imkerkollegen bitten, die Versorgung zu übernehmen. Solidarität in den Imkervereinen ist hier gefragt. 

 

Es geht bei allen derzeitigen Einschränkungen um die Bekämpfung einer Pandemie! Bleiben Sie gesund! 

 

Prof. Dr. Werner von der Ohe Martina Janke Dr. Otto Boecking 

 

 


 

 

Eindrücke vom Frühlingsbeginn im Immengarten

(Fotos von Walter Krüger)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Asiatische Hornisse


 Von: Geschaeftsstelle-KK [mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gesendet: Montag, 28. Oktober 2019 12:17
An: Geschaeftsstelle-KK
Betreff: Asiatische Hornisse
Wichtigkeit: Hoch

 

 

Sehr geehrte Imkerfreunde,

 

die asiatische Hornisse wurde von unserem Lehrbeauftragten Hans Alles an seinem Bienenstand gesichtet und auch an die Behörde weitergemeldet. Diese invasive Art war in Frankreich eingeschleppt und bereits in Baden gesichtet worden.

 

Nutzen Sie bei den Rundgängen in der Natur immer einen Blick in die Baumkronen. Die Hornissenbauten sind in den Laubbäumen nicht zu erkennen, aber jetzt nach dem Laubfall (vor den Herbststürmen und dem  Regen) finden sich in Fußballgröße und auch wesentlich größer die Rundbauten. Diese sind jetzt in der Regel leer. Die Königinnen suchen sich einen sicheren Platz über Winter.

 

Wir danken unserem Imkerfreund Hans Alles für seine Aufmerksamkeit und für die Infos.

 

Anbei der Infotext mit Anlagen von Herrn Alles und auch die Info vom RP-Darmstadt mit der Meldeadresse. Jeder Entdecker einer solchen Behausung ist verpflichtet, die Behörde zu informieren. Wir haben es hier im Gegensatz zu der bei uns bekannten und geschützten Hornisse um einen ganz gefährlichen Insektenräuber zu tun, der sich in kurzer Zeit erheblich ausbreiten kann. Weitere Informationen

 

Wildbienen, Hummeln und natürlich unsere Bienenvölker sind in großer Gefahr.

 

Geben Sie diese Infos schnellstens an Ihre Mitglieder weiter.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Manfred Ritz

LANDESVERBAND HESSISCHER IMKER E.V

1.Vorsitzender

Erlenstraße 11

35274 Kirchhain

Tel.: 06422-2624

Fax: 06422-85356

Homepage: www.hessische-imker.de

 

 

 Süße Spende

. . . in Form von 20 Kilogramm frisch geschleudertem Honig nahmen Margot Furchert und Eckhard Göller, Vorstandsmitglieder der Eschweger Tafel, von den Vertretern des Eschweger Imkervereines entgegen. Noch am gleichen Tag wurden die ersten Portionen in handliche Becher umgefüllt und an die Tafelkunden ausgegeben (im Bild).

Walter Krüger, im Imkerverein für die Ausbildung der Jung-Imker verantwortlich: „Diesen Honig haben unsere Jung-Imker vor wenigen Tagen geschleudert. Wir stellen ihn deshalb der Eschweger Tafel zur Verfügung, weil wir uns auf diese Weise bei der Stadt Eschwege dafür bedanken wollen, dass die dem Imkerverein ein Gelände zur Verfügung gestellt hat“.

Margot Furchert und Eckhard Göller dankten den Imkern für diese Spende: „Der Honig wird unseren Kunden, besonders den vielen Kindern, bestimmt schmecken!“

Im Bild von links: Klaus Schmidt, Walter Krüger (Imkerverein), Eckhard Göller, Margot Furchert (Tafel), Thomas Krüger (1. Vors. Imkerverein).                     sf/Foto: S. Furchert